Zuchtbeginn (altes Gelände)


Um mit einer Hundezucht beginnen zu können benötigte ich ein Grundstück  zur Unterbringung aller notwendigen Aufbauten. Auf einem ehemaligen Bundebahngelände konnte ich ein Gartengrundstück mit besten Vorrausetzungen für meine Zwecke pachten.

Nach und nach wurden ein Zaun samt Tür und Tor errichtet. Zudem  7 Zwinger, mehrere Ausläufe, ein Zwinger mit separatem Wurfraum, eine Futterküche, ein Lagerraum und ein Gartenhaus gebaut. Das Gelände verfügte über einen eigenen Wasseranschluss und auch für die Stromversorgung war gesorgt.

 

Ein Gartenhaus dient in den Tagen um den Wurftermin als meine Bleibe, um im Notfall zu helfen oder den Tierarzt zu verständigen. Dank der Stromversorgung war eine Überwachung der Hündin per Kamera möglich.

Der eingezäunte Auslauf für die erwachsenen Hunde ermöglicht, dass die Welpen die gesamte verbleibende Fläche als Spielplatz nutzen können. Unter anderem den Gartenteich mit Holzsteg. Sehr zum Leidwesen meiner Welpenkäufer handelt es sich bei meinen Welpen um ausgesprochene "Wasserratten".

Da ich einen sehr großen Wert auf ein intaktes Rudel und damit verbunden eine natürliche Sozialisierung lege, ist ab der fünften Lebenswoche  der Welpen die Bekanntmachung mit allen Rudelmitgliedern ein fester Bestandteil meiner Aufzucht. Mit großem Erfolg, da sich die „Tanten“ oft als die geduldigeren Spielpartner zeigen. Ist doch klar, sie müssen ja nicht den ganzen Tag mit den aufdringlichen "Zwergen" verbringen *lachen*

Kann der Tatzelwurm fortbestehen?


Es war eine sehr schöne Zeit (mehr als 20 Jahre) mit viel Arbeit, aber auch sehr viel Freude. Bis alle Mieter des Geländes wegen einer Nutzungsänderung gekündigt wurden. Über 2 Jahre suchte ich vergeblich nach einem Ersatzgrundstück. Schweren Herzens musste ich mich von fast allen Hunden trennen.

Durch meine Not habe ich eine sehr verständnisvolle Mitarbeiterin der "Deutsche Schäferhund Nothilfe e.V." kennen lernen dürfen und möchte mich auf diesem Wege ganz herzlich für Deine Hilfe liebe Gabi bedanken. Durch Dich und Eure Organisation war es mir möglich meine Hunde bestmöglich unterzubringen.

Claudia Waschhof, eine langjährige und treue Freundin,  stellt mir ihre Arbeitskraft, ihr Können und einige ihrer Zwinger zur Verfügung. Ihr Garten war eine Rettungsinsel für mich. Danke, danke, danke. Ohne diesen Beistand wäre mir nur „Mücke von der Geißheide“ geblieben.

Mein Zuchtwart informierte mich über die Vermietung von 2 Zwingern durch einen Hundesportverein dem DVG MV Essen-Stoppenberg. Voller Elan machte ich mich an die Instandsetzung der Zwinger und konnte somit wieder meine geliebten Deutschen Schäferhunde halten.

Aufbau der neuen und
aktuellen Zuchtstätte


Bei Mietbeginn gehörte die Entsorgung des überall wuchernden Unkrautes zu meinen ersten Aufgaben. Je mehr ich rodete, je mehr Müll und Unrat kam zum Vorschein. Wie bei der Errichtung meines ersten Gartens begann ich auch hier die Hinterlassenschaften meiner Vorgänger zu beseitigen.

Zu meinem großen Glück wurde mir durch Nachbarn der angrenzende Garten zur Verfügung gestellt. Dort begann ich dem Verfall aller Holzaufbauten entgegenzuwirken und trotz notwendiger Erneuerungsarbeiten weitestgehend die bisherige Optik des Gartens zu erhalten. Immerhin handelt es sich bei diesem Garten um das Andenken an den verstorbenen Vater. Das auch auf dieser Fläche Rodungs- und Entsorgungsarbeiten erforderlich waren bedarf eigentlich nicht mehr einer gesonderten Erwähnung, oder? *lachen*

Zu meiner unendlichen Erleichterung wurde mir dieser Garten nach einiger Zeit überschrieben. Durch den nun berechtigten Zutritt zu allen Räumlichkeiten wurde mir bewusst wie viel Arbeit erneut auf mich wartete. Erst entfernten wir einige Holzverkleidungen und entdeckten darunter morsche Balken. Hinter einer Wandvertäfelung lebte ein Armeisenstaat und dann fanden wir auch noch Schimmel. Damit arteten die Reparaturarbeiten in einen umfangreichen Umbau aus.

Im März 2020 habe ich mit den Arbeiten begonnen. Natürlich mit viel Unterstützung durch meinen Lebensgefährten Heiko und vielen hilfsbereiten Bekannten. Im Umgang mit Sägen, Akkuschrauber und Abbruchhammer bin ich geübt und erfahren. Nun erlernte ich zudem das Bohre von Löchern für Verankerungen in Stein bzw. Beton und das Arbeiten mit dem Trennjäger gehört nun ebenso zum Alltag.

Fazit: Von der Leiter gestürzt, von umfallenden Zaungittern zu Boden gedrückt und eingeklemmt, durch die Entfernung der Steinwolle über und über von juckendem Hautausschlag übersäht… lass es bitte das letzte Mal gewesen sein. Auch wenn ich es nicht gerne zugebe, doch auch ich werde älter und schaffe das alles nicht mehr mit der Leichtigkeit wie einst. Hey, nicht falsch verstehen... im Arbeitseifer muss man mit mir erst einmal Schritt halten können. *grins* Auf dem Bild seht Ihr den Zwinger im September 2020.